mixed_me
EinMenschShow

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Ein Sternchen am Ende von Substantiven. Ein I am Ende von LGBT. Ein drittes Geschlecht, kein Geschlecht, Mann und Frau gleichzeitig, weder Mann noch Frau.
Immer schon versucht der Mensch sich Erklärungen zu geben für die außergewöhnliche Erscheinung der Hermaphroditen, in der heutigen Sprache intersexuelle Menschen. Erklärungen, die unterschiedliche Umgangsweisen generierten und generieren, die bis
in das Heute hinein auch immer wieder mit Entrechtung und Gewalt verbunden sind. Sich jeglicher Kategorisierung entziehend, wurden intersexuelle Menschen lange Zeit zur Unsichtbarkeit gezwungen. Ende der Neunziger Jahre meldeten sich intersexuelle Personen erstmals auch öffentlich zu Wort. Die Narration ihrer Erfahrungen fängt somit an, die Öffentlichkeit zu beein ussen und verändert damit auch die individuellen Lebenswirklichkeiten intersexueller Personen.
mixed_me nähert sich diesen Narrationen und versucht, darin Raum zu nden für eine Re exion, welche über die Dichotomie Mann-Frau hinausgeht.
mixed_me ist ein Manifest der Ambiguität der menschlichen Natur, fordert das Recht nach Mehrdeutigkeit und erzählt vom Prozess des Aufbaus einer Identität zwischen dem menschlichen Drang nach Normalität und dem persönlichen Stolz, einzigartig zu sein: ein Mensch auf der Suche nach seiner Position in der Welt, die ihm immer wieder eine Rolle zuweist, die er nicht besetzen kann oder will.
Vielfältige Stimmen und Machtverhältnisse, Fakten und Positionen werden durch den Filter eines lebendigen Körpers wiedergegeben wie in einem Labyrinth aus verzerrten Spiegeln. Wir eröffnen ein Laboratorium der Fakten und der Möglichkeiten, und stoßen dabei immer wieder auf die Frage: Wie viele kann eine Person sein?

Konzept, Dramaturgie, Regie, Bühne: Aurora Kellermann
Performance: Meme
Produktionsleitung, Regieassistenz: Chris Wohlrab
Musik, Komposition, Quadrophonie: Munsha
In Kooperation mit dem TATWERK | Performative Forschung

Preview:
17.06.2017 | 17 und 19:30 Uhr
im Rahmen des PAF - Performing Arts Festival Berlin
TATWERK | Performative Forschung

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Das Projekt wurde 2016 durch den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. und durch das Kulturamt der Stadt Freiburg im Breisgau gefördert und unterstützt von Schloss Bröllin e.V. und Kostümkollektiv Berlin.

Premiere: Donnerstag 24.11.2016 - 20 Uhr im Südufer, Freiburg