mixed_me
EinMenschShow

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Ein Sternchen am Ende von Substantiven. Ein I am Ende von LGBT. Ein drittes Geschlecht, kein Geschlecht, Mann und Frau gleichzeitig, weder Mann noch Frau.
Immer schon versucht der Mensch sich Erklärungen zu geben für die außergewöhnliche Erscheinung der Hermaphroditen, in der heutigen Sprache intersexuelle Menschen. Erklärungen, die unterschiedliche Umgangsweisen generierten und generieren, die bis
in das Heute hinein auch immer wieder mit Entrechtung und Gewalt verbunden sind. Sich jeglicher Kategorisierung entziehend, wurden intersexuelle Menschen lange Zeit zur Unsichtbarkeit gezwungen. Ende der Neunziger Jahre meldeten sich intersexuelle Personen erstmals auch öffentlich zu Wort. Die Narration ihrer Erfahrungen fängt somit an, die Öffentlichkeit zu beein ussen und verändert damit auch die individuellen Lebenswirklichkeiten intersexueller Personen.
mixed_me nähert sich diesen Narrationen und versucht, darin Raum zu nden für eine Re exion, welche über die Dichotomie Mann-Frau hinausgeht.
mixed_me ist ein Manifest der Ambiguität der menschlichen Natur, fordert das Recht nach Mehrdeutigkeit und erzählt vom Prozess des Aufbaus einer Identität zwischen dem menschlichen Drang nach Normalität und dem persönlichen Stolz, einzigartig zu sein: ein Mensch auf der Suche nach seiner Position in der Welt, die ihm immer wieder eine Rolle zuweist, die er nicht besetzen kann oder will.
Vielfältige Stimmen und Machtverhältnisse, Fakten und Positionen werden durch den Filter eines lebendigen Körpers wiedergegeben wie in einem Labyrinth aus verzerrten Spiegeln. Wir eröffnen ein Laboratorium der Fakten und der Möglichkeiten, und stoßen dabei immer wieder auf die Frage: Wie viele kann eine Person sein?

Premiere:

Donnerstag 24.11.2016 – 20 Uhr, Südufer
Weitere Vorstellungen: Freitag 25.11. und Samstag 26.11.2016 jeweils 20 Uhr


Konzept, Dramaturgie, Regie, Bühne: Aurora Kellermann
Performance, dramaturgische Assistenz: Jo Koppe
Musik, Komposition: Munsha
Produktionsleitung, Regieassistenz: Chris Wohlrab
Video: Elisa Gómez Alvarez, Timo Kreitz
Puppenbau: Anika Witte
Lichtdesign: Conny Winterholler
Eine Produktion von Aurora Kellermann in Zusammenarbeit mit Jo Koppe

Gefördert durch den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg und durch das Kulturamt der Stadt Freiburg. Mit freundlicher Unterstützung des Schloss Bröllin e.V., Kostümkollektiv, Berlin und TATWERK | Performative Forschung.

Wiederaufnahme:

19.03.2017
Teatro Studio, Rovigo (IT)

17.06.2017 | 17 und 19:30 Uhr
im Rahmen des PAF - Performing Arts Festival Berlin
TATWERK | Performative Forschung

21.-23.09.2018 | 20:30 Uhr
TATWERK | Performative Forschung

Konzept, Dramaturgie, Regie, Bühne: Aurora Kellermann
Performance: Meme
Produktionsleitung, Regieassistenz: Chris Wohlrab
Musik, Komposition, Quadrophonie: Munsha
Eine Produktion von DERIVAT in Kooperation mit dem TATWERK | Performative Forschung